Navisco AG

Outsourcing Vertragsabschlüsse

11.02.10

Wie Lekkerland und Atos Origin kooperieren

Seit September 2009 steht fest, dass die Lekkerland Information Systems, IT-Tochter des Genussmittel- und Getränkegroßhändlers Lekkerland, ihre SAP-Systeme an Atos Origin auslagert. Nun hat der Logistikdienstleister der Computerwoche einen detaillierten Einblick in in die Umsetzung erlaubt.

Die Rahmendaten sind schnell genannt: Der Vertrag läuft über fünf Jahre und hat ein Volumen von rund 25 Millionen Euro. Rechenzentrum und Netzwerkbetrieb werden weiterhin hausintern betrieben, Service Level Agreements (SLAs) regeln differenziert die Zusammenarbeit mit Atos Origin, sie werden von sogenannten "Demand-Managern" bei Lekkerland verwaltet.

Schon bei der Auswahl des Dienstleisters ging Lekkerland gründlich vor. Referenzen spielten eine große Rolle, der Auswahlprozess konzentrierte sich schließlich auf eine kurze Liste derjenigen Anbieter, die die Kriterien von Lekkerland bezüglich der Übernahme der Logistikprozesse erfüllten. Für die Angebotsprüfung und Vertragsgestaltung hatte Lekkerland mit einer externen Beratungsgesellschaft zusammengearbeitet. Diese Beratung im Auswahl- und Vertragsprozess hat sich nach Angaben des Unternehmens bewährt.

Die Lekkerland IT überwache alle Betriebsprozesse und suche stets nach Optimierungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Ergänzungen der SAP-Software. Von hier aus sei es "nur ein kleiner Schritt zu der Überlegung, welche IT-Aufgaben man außer Haus geben könne." Das Fazit: Solange es sich um Routineprozesse handele und Dienstleister das effektiver und effizienter bewerkstelligen können, sei Outsourcing die beste Lösung.

Auch nach der SAP-Auslagerung an Atos hat man einen Teil der IT-Experten bei sich behalten, darunter die Demand-Manager, die für die Retail-Prozesse zuständig sind. Die Supply-Manager, zuständig für den Support und die Weiterentwicklung der IT-Systeme, sind dagegen zu Atos gewechselt. 

Source: Computerwoche v. 11.02.2010