IT-Dienstleister sehen sich mit sinkenden Margen und steigendem Preisdruck konfrontiert. Eine Deloitte-Studie geht der Frage nach, wie sich die Unternehmen aufstellen, um mit dem Preisdruck umzugehen. Man befragte 25 freie und konzerngebundene IT-Dienstleister in Deutschland und Österreich.
Die wichtigsten Zahlen: Für rund 23% der Befragten ist preisbewusstes Sourcing der derzeit relevanteste Markttrend. Knapp 20% nennen IT as a Service. Dahinter liegen die Themen Cloud Computing (16%), Virtualisierung (12%) und Green IT (11%). Letzteres wird weniger vom Kunden nachgefragt, als dass die Dienstleister sich selbst als grün anpreisen.
Die wichtigsten Trends: zum einen scheinen IT-Zertifikate und -Zertifizierungen gefragt, zum anderen Governance sowie Risk- und Compliance Management. Standardisierte Abläufe haben zwar den Vorteil der Kostensenkung, zugleich aber den Nachteil der enorm vereinfachten Vergleichbarkeit von Leistungen. Das macht die Provider für den Kunden austauschbar. 67 Prozent der IT-Dienstleister gehen daher davon aus, dass die Wechselbereitschaft von Kunden steigt.
Der drängendste Handlungsbedarf: Ein Teil der IT-Dienstleister sollte nach Meinung von Deloitte Prozessabläufe und ihre Organisationsstruktur weiter standardisieren, um die Leistungseffizienz zu steigern. Bei den Unternehmen, die dies bereits getan haben, ginge es nun darum, die eigene Strategie anzupassen, um Marktanteile langfristig zu sichern und auszubauen.