Eine jüngst vom Hightech-Verband Bitkom veröffentlichte Studie sieht Cloud Computing langsam auf dem Vormarsch. Über ein Viertel der befragten 124 IT-Entscheider aus deutschen Unternehmen und Organisationen beklagen aktuell, dass ihr IT-Budget nicht mehr ausreiche, um die eigentlich notwendigen Investitionen zu tätigen. Cloud Computing verspricht hier eine Auslagerung des Problems, indem die Anschaffung neuer Datacenter-Komponenten an den Dienstleister weitergegeben wird. Zudem lassen sich Bedarfsspitzen und –Tiefs in der Rechnerwolke wesentlich einfacher und günstiger abfangen, als im eigenen Rechenzentrum. Verstärkt wird dieser Spar-Effekt noch im personellen Bereich, da schon heute 60 Prozent der Unternehmen oft externes Know-how heranziehen, um die Einführung neuer IT-Lösungen zu ermöglichen.
Noch sind viele IT-Verantwortlichen aber skeptisch in Bezug auf Cloud Computing. Knapp 70 Prozent äußern noch grundsätzliche Bedenken gegenüber dem Wolken-Modell, insbesondere an dessen Sicherheit. Viele Firmen wollen sensiblen Daten im Zweifelsfall im eigenen Haus behalten. So werden derzeit in der Breite noch vor allem Daten und Services aus den Bereichen Kommunikation (besonders Email) und Marketing ausgelagert.
So liegt der Anteil von Unternehmen, die aktuell Cloud-Services nutzen, derzeit bei nur neun Prozent. Drei Prozent befinden sich in der Planungsphase, 19 Prozent bekunden grundsätzliches Interesse. Die Bitkom rechnet gleichwohl damit, dass bei dem hohen Konsolidierungsdruck damit zu rechnen ist, dass immer mehr Firmen einen Teil ihrer IT in die Cloud auslagern wird und nur noch für das Kerngeschäft elementare Hardware und Applikationen im Haus behält.